Nonnen

Buddhismus ist ursprünglich eine für beide Geschlechter vergleichsweise gleichberechtigte Religion. Jedoch machen rund 2500 Jahre patriarchale Einflüsse den ladakhischen Nonnen das Leben schwer. Als Teil des tibetischen Kulturkreises kann Ladakh auf eine jahrhundertealte buddhistische Tradition zurückblicken. Dennoch drohten die Nonnen auszusterben, da sie u.a. in der Bevölkerung nicht wertgeschätzt und unterstützt wurden. Dank der Initiative der Nonne und tibetischen Ärztin Dr. Tsering Palmo, die 1996 die Ladakh Nuns Association (LNA) gründete, ist der Niedergang gestoppt worden. Doch es ist ein weiter Weg, um die Nonnenkultur zum Wiederaufblühen zu bringen. Mithilfe von Sponsorengeldern und unterstützenden Gruppen aus diversen Ländern wurde bereits eine ein Grundstock gelegt, die den spirituellen Pfad für viele junge Ladakhifrauen attraktiv macht, so dass ein großer Zulauf stattfindet. Durch einen beharrlichen Arbeits- und Studiereifer erlangen sie langsam mehr Anerkennung bei der Bevölkerung. Jedoch stehen immer noch recht weit am Anfang und benötigen weiterhin Unterstützung in jeglicher Form.

Die Situation:
· In 17 kleinen Klöstern in Zentralladakh leben rund 500 Nonnen (im Gegensatz dazu ca. 3.500 Mönche)
· Viele leben bei ihren Familien, wo ihre Mitarbeit auf Feld und im Haus erwartet wird.
· Zeit zum Praktizieren des Dharma ist kaum vorhanden - Lernmöglichkeiten ebenso wenig.
· Es gibt keine weiblichen Geshes (studierte Dharma-Lehrerin)
· Bestehende Klöster sind häufig erbärmlich ausgestattet.
· Durch den geringen Stellenwert, den das Nonnendasein in der Bevölkerung hat, mangelt es den Nonnen an Selbstbewusstein und sie sind wenig emanzipiert.
· Es besteht Nachwuchsmangel, da junge Frauen von den schlechten Bedingungen abgeschreckt werden.

Erste Erfolge der Ladakh Nuns Association:
· Schon 300 Nonnen haben an Buddhismuskursen teilgenommen.
· Die Organisation hat sich in Ladakh größere Akzeptanz der Bevölkerung und die Unterstützung des Dalai Lama erarbeitet.
· 80 Nonnen studieren bereits außerhalb von Ladakh Buddhismus
· Ein Internat für 30 Novizinnen wurde gegründet, ein Schulungszentrum gebaut und an einigen Klöstern findet regelmäßiger Unterricht durch ansässige Lehrer statt.
· Für größere Projekte konnten bereits einige langfristige Sponsoren gewonnen werden.
Eines dieser Projekte ist das Nonnenkloster ....

...Gaden Chhatnyamling in Nyerma
Im Umkreis weniger Kilometer um das Dorf Thikse gibt es 27 Nonnen im Alter zwischen 50 und 84 Jahren, die ihr Leben lang auf dem Feld, im Haushalt oder im Straßenbau schuften müssen, sodass sie nie Zeit für Unterweisungen und Praxis haben. Innerhalb von fünf Jahren soll in der Nähe von Thikse ein Kloster (Gaden Chhatnyamling in Nyerma - siehe Bilder rechts) gebaut werden. In die ersten fünf Zimmer, die von der Niederländischen Foundation for Ladakh Nuns (DFLN) finanziert wurden, konnten 2004 schon 10 Nonnen einziehen. Der Bau eines Zimmers kostet 400 Euro, das komplette Kloster rund 50.000 Euro. Ziel sind 15 Zimmer für 30 Nonnen (jung und alt), die in klösterlicher Gemeinschaft leben, studieren und meditieren können. Um das Projekt finanziell voranzutreiben, braucht es weitere Spenden.

Andere Projekte der Ladakhs Nuns Association (LNA):
· Bestehende Klöster müssen renoviert und ausgebaut werden, da sie kalt, zugig und vom Verfall bedroht sind.
· Die Nonnen sollen Zugang zu buddhistischen Studien haben, so dass sie als Dharma-Lehrerinnen fungieren können.
· Durch gemeinschaftliche öffentliche Meditationen mehr Akzeptanz in der Bevölkerung erlangen

Das können Sie tun:
· eine einmalige Spende in beliebiger Höhe direkt an die DFNL oder die LNA (wir vermitteln gerne)
- aktive Mitarbeit bei den Nonnen (gesucht werden immer Lehrkräfte für englisch und z.T. Computer, Bautätigkeit (gerade wird das Hauptquartier der LNA zu einem Kloster umgebaut), Anleitung verschiedenster Tätigkeiten) - kontaktieren Sie uns und wir werden schauen, wo momentan gerade Bedarf ist.
· Übernachtungen in den Gästehäusern der Klöster (Nyerma hat 6 Zimmer zu vermieten, in Temisgum stehen 4 zur Verfügung)

Informationen über den niederländischen Verein DFLN und das Projekt Gaden Chhatnyamling in Nyerma finden Sie unter www.ladakhnuns.com

Wir arrangieren gerne ein Informationsgespräch direkt bei der Ladakh Nuns Association während Ihres Ladakhaufenthaltes sowie Übernachtungen in den Gästehäusern und Aufenthalte bei den Nonnen!

Pujaspecial
Man kann für Menschen in schweren Lebenssituationen, im Sterben liegende Menschen (und auch bereits Tote), kranke Menschen, aber auch für glückliche und besondere Momente im Leben von Menschen (z.B. Hochzeit, Geburt etc.) eine Puja machen lassen. Man geht zu einem Kloster/Mönch/Nonne seiner/ihrer Wahl, trägt die Bitte vor, schreibt den Namen der betreffenden Person/en auf einen Zettel, gibt evtl. noch ein Datum an und eine Spende (meistens Geld) ab. Dann wird für diese Person/en eine spezielle Puja veranstaltet. Die dadurch entstehende Energie und Verbindung wird bei den Betreffenden ankommen.
Es gibt im Leben manchmal Situationen, wo man sich vorstellen kann, dass so eine Puja genau das Richtige für jemanden ist. Wir unterstützen Sie gerne bei diesem Vorhaben und bieten Ihnen an, eine solche Puja im Nonnenkloster Chatnyamling in Nyerma durchführen zu lassen. Die Nonnen sind sehr konzentriert bei der Sache und strahlen so viel Warmherzigkeit aus - wer einmal dabei gewesen ist, kann sich kaum einen besseren Ort für eine solche Puja wünschen.
Wenn Sie Interesse haben und diese Möglichkeit nutzen möchten, kontaktieren Sie uns bitte! Auch geben wir natürlich gerne weitere Auskunft.