Jeep-Safari

Per Jeep geht es in die seit 1994 neu eröffneten Provinzen Da Hanu, Nubra-Valley und Changthang. Bei einem Besuch der Seen wird in zumeist fest installierten Deluxe-Zeltcamps auf ca. 4.500 m übernachtet (eine gute Akklimatisation ist Voraussetzung!). Im Nubra-Tal wählt man zwischen Deluxe-Zeltcamps oder Gasthäusern. In den Da Hanu Dörfern gibt es sehr einfache Gasthäuser in Dha und einen Zeltplatz für das eigene Zelt in Beema. Wo wie lange gestoppt wird, können die Reisenden unter Berücksichtigung des Zeitplanes selbst bestimmen. Da für diese Gebiete eine Sondergenehmigung notwendig ist, muss vorher ein Permit erstellt werden.

Tsokar und Tsomoriri-See (Changthang):
Die Straße führt südöstlich von Leh in das Rupshu-Tal, welches nur von einer kleinen Anzahl von Changpas, nomadischen Viehhirten, die ebenfalls mit Lahaul und Spiti Handel treiben, bewohnt wird. Dörfer sind hier nur wenige zu finden, dafür gibt es in dieser Gegend viele Tiere zu beobachten: Kyang, Rotfuchs und der ganz seltene Schneeleopard. Schwarznackenkraniche und Gänse fliegen das Seeufer in den Sommermonaten zum Brüten an. Der Tsokar See ist ein Salzsee, an dessen Ufern Enten leben. Der Tsomoriri-See ist umgeben von bis zu 7.000 m hohen schneebedeckten Bergen. Am Seeufer befindet sich das Dorf Korzok mit ca. 100 Familien und einem über 350 Jahren alten Kloster (30 Mönche des Gelugpa-Ordens).
Tag 1 Leh - Chumathang (Heisse Quellen) - Korzok (Tsomoriri), Fahrtzeit ca. 7 Std.
Tag 2 Tag am See, wo das Wildleben genossen und die Changpa-Nomaden besucht werden können
Tag 3 Fahrt durch das Puga Valley (Gouvernment-Schule für Nomadenkinder) zum Tsokar-See, Fahrtzeit ca. 6 Std.
Tag 4 Tag am See
Tag 5 Über den Taglang-la (mit 5.300 Metern der zweithöchste befahrbare Pass Ladakhs) zurück nach Leh, Fahrtzeit ca. 6 Std.

Selbstverständlich können die Seen auch in 3 Tagen besichtigt werden, jedoch hat man dann nicht so viel Muße für Spaziergänge, Naturbeobachtungen, Kontakte.

Pangong-See (Changthang):
Die Straße führt über den 5.288 m hohen Pass Chang-la, östlich von Leh. Durch die Dörfchen Tangtse und Muglib erreicht man den Pangong See. Seit 2010 kann man ca. 30 km am Südufer entlangfahren und in drei Ortschaften nächtigen: Spangmik, Man und Merak. Der Pangong-See liegt auf 4.260 m Höhe, ist 136 km lang und gehört zu ¾ zu Tibet. Der salzhaltige See beheimatet eine vielfältige Vogelwelt. Die Fahrzeit beträgt ab/bis Leh je ca. 5-6 Stunden. Man sollte mindestens drei Tage für eine Tour veranschlagen. Der See wechselt je nach Wetterlage die Farbe, an seinem Ufer kann man wunderbare Spaziergänge unternehmen und zwischen Man und Merak lockt die Besteigung des 4.760 m hohen Pangong Kangri Chogota.

Nubra Valley:
Nördlich von Leh, über den Pass Khardong-la (5.359 m) erreichbar, liegt die Region Nubra. Bis in die jüngste Zeit zogen hier Karawanen entlang. Mit einer etwas üppigeren Vegetation als in anderen Teilen Ladakhs gilt die Nubra Region als "Blumengarten". Dieser Name ist jedoch für einige Reisende Quelle großer Enttäuschung geworden: selbstverständlich ist auch das Nubra-Tal eine Hochgebirgswüste mit sehr viel Steinen und Geröll. Hier sind einige interessante Klöster in Hundar, Deskit und Sumur zu finden, die heißen Quellen von Panamik, Sanddünen am Zusammenfluss von Nubra und Shyok sowie einige der übriggebliebenen Kamele, die früher als Karawanentiere genutzt wurden und auf denen man heutzutage reiten kann. Das Nubra Valley läßt sich im Schnelldurchgang in 2 Tagen oder gemütlicher in mehreren Tagen besichtigen. Seit 2010 kann man von Hundar aus weiter westwärts bis in die Ortschaft Turtuk fahren.
Tag 1 Leh-Hundar mit Stopp am Nachmittag bei den Sanddünen und der Kamelfarm
Tag 2 Besuch der Morgen-Puja im Deskit Kloster. Das Kloster ist 700 Jahre alt, beherbergt ca. 120 Mönche und ist ein Zweigkloster von Thikse. Eine der dortigen Statuen soll 5.000 Jahre alt sein. Rückfahrt nach Hundar mit einem sehr kleinen hübsch am Hang gelegenen Klosterkomplex und dem Zimkiang der alten Königsfamilie. Dieser beherbergt eine Buddhastatue, die zu Zeiten Tränen von sich geben soll. Entlang des Shyok-Flusses geht es nach Sumur, wo der Nubra-Fluß in den Shyok mündet. Zu besichtigen ist die 150 Jahre alte Samsthanling Gompa sowie das Kloster von Tegar.
Tag 3 In Panamik sind heiße Quellen zu sehen (von einem Bad wird eher abgeraten, da die Anlagen nicht sehr einladend wirken), außerdem kann eine einstündige Wanderung zu einem kleinen See unternommen werden. Von Panamik führt eine 3-stündige Wanderung zur Ensa-Einsiedelei und zurück.
Tag 4 Rückfahrt über Khardong-la oder alternativ über den Pass Wari-la und Sakti nach Leh

Dah Hanu :
In einer idyllischen Umgebung gibt es zwei indoarische Ortschaften, die besucht werden können: Beema und Dah. In diesem Teil Ladakhs leben Ladakhis arischer Abstammung, d.h. hier sind häufig blaue oder grüne Augen und helle Haare anzutreffen. Auch ist die traditionelle Kleidung ganz unterschiedlich zu der von Restladakh. Auf dem Kopf wird meistens Blumenschmuck getragen. Das ist hier möglich, da sich in dieser Gegend bessere Blumenzucht betreiben läßt.
Beema ist von der Straße aus Khaltse kommend die erste indoarische Ortschaft.
Dah ist ein malerisches Dorf, dessen Häuser an steilen Hängen gebaut sind. Auf dieser Höhe von nur 2.900 m wachsen viele Walnuss- und Aprikosenbäume und sogar Weintrauben, die im Herbst zu Wein verarbeitet werden. Im Juli findet ein mehrtägiges Erntefest statt.
Angeboten wird eine 2-tägige Jeep-Tour. Da die Dörfer nur 150 km von Leh entfernt sind und keine größeren Steigungen überwunden werden müssen, bietet es sich an, weitere Klöster oder Orte an der Strecke entlang des Indus zu besuchen oder den Besuch mit einem Ausflug nach Lamayuru zu kombinieren.

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