Radfahren

Ladakh ist kein traditionelles Radfahrland. Bei meinem ersten Besuch 1993 habe ich gar kein Fahrrad gesichtet. In den folgenden Jahren kamen immer mehr Touristen mit Fahrrädern, die gerne bestaunt wurden. Inzwischen sind auch diverse Ladakhis in Besitz eines Drahtesels. Allerdings ist das Radfahren außer im Industal weiterhin recht unbequem. Die Straßen sind steil und oft in recht schlechtem Zustand (und wenn nicht, dann rasen die Autos). Die motorisierten Verkehrsteilnehmer sind eher rücksichtslos und oft wird man mit Auspuffgasen eingenebelt. Wen das nicht schreckt, auf den warten die höchsten befahrbaren Straßen der Welt in einer atemberaubenden Landschaft. Man kann von Manali nach Leh fahren, von Leh über den Khardong-la in das Nubratal und von Leh über Kargil nach Padum oder Srinagar. Eine weitere Idee ist die Changthang-Rundtour, für die man aber sehr gut höhenangepasst sein muss, da man sich meistens auf mindestens 4.500 m befindet. Der große Teil der Strecke ist eine holperige Sandpiste. Hier lohnt sich das Rundum-Paket mit Begleitfahrzeug, Zelten, warmen Matten und einem Koch.

Wem diese Mehrtagestouren zu viel sind, und aber trotzdem gerne einmal in die Pedale treten möchte, der kann eine Tagesradtour ab Leh auf selten befahrenen Straßen buchen. Die Leihräder sind gute Mountainbikeräder, mit denen man gut auf den teils etwas schotterigen Straßen zurecht kommt.

Eine Übersicht der Radfahrmöglichkeiten finden Sie in der herunterladbaren .pdf-Datei.